Vom Glücklich sein und bleiben

Blogbeitrag Salotugenese

Salutogenese ist die Wissenschaft von der Entstehung und Erhaltung von Gesundheit. “Salus” kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Gesundheit. Der Wortteil “Genese” heißt wörtlich übersetzt Entstehung. Somit ist die Salutogenese das Gegenstück zur Pathogenese, welche die Entstehung von Krankheit beschreibt, zu sehen.

Antonovskys Untersuchung

Es wurde schnell klar, dass es große Unterschiede zwischen der Herangehensweise an eine Erkrankung aus salutogenetischer oder pathogenetischer Sicht gibt. Pathogenese versucht, Krankheit zu vermeiden. Salutogenese dagegen versucht, ein attraktives Gesundheitsziel zu erreichen. Nicht das Vermeiden von hohem Blutzucker durch Diät steht dann zum Beispiel bei Diabetes mellitus im Vordergrund, sondern die erfolgreiche Joggingeinheit, die zu einem umfassenden Wohlbefinden führt.

Das Kohärenzgefühl

Ein Begriff, der eng mit der Salutogenese verknüpft ist, ist das Kohärenzgefühl. Er wurde von Antonovsky geprägt und meint ein Zugehörigkeitsgefühl und eine tiefe innere Zufriedenheit mit sich selbst und anderen. Drei Komponenten sind für das Kohärenzgefühl von Bedeutung:

1. Verstehbarkeit : Die Fähigkeit, Zusammenhänge herzustellen zwischen den Geschehnissen, die das Leben bereithält.

2. Bewältigbarkeit : Die Fähigkeit, mit Geschehnissen umzugehen.

3. Sinnhaftigkeit : Die Überzeugung, dass alle Geschehnisse einen Sinn haben. Durch diese Überzeugung fällt es leichter, die Geschehnisse zu akzeptieren.

Wie gesund wir sind, hängt also wesentlich von der Ausprägung der drei Eigenschaften ab.

Resilienz und Salutogenese

Die beiden Begriffe Resilienz und Salutogenese stehen eng miteinander in Verbindung. Resilienz bedeutet so viel wie Widerstandsfähigkeit. Je widerstandsfähiger wir sind, je besser unser Körper Störungen abwehren kann, desto gesünder bleiben wir. So gibt es Menschen, die nie krank werden, obwohl sie vielen potentiell krankmachenden Umständen ausgesetzt sind. Andere dagegen liegen schon bei leichten Stresssituationen mit Fieber oder Erschöpfungssymptomen im Bett. Erstere sind widerstandsfähiger, da sie in kritischen Situationen auf persönliche Ressourcen zurückgreifen können und eine Krise als Möglichkeit zur Weiterentwicklung ansehen.

Wie bleibe ich gesund?

Eine wichtige Rolle spielen dabei die persönlichen Widerstandsressourcen, wie beispielsweise Intelligenz, Flexibilität, Weitsichtigkeit, materieller Wohlstand, das soziale Netzwerk und das Immunsystem. Wer einen hohen Lebensstandard, viele Freunde und eine gute Bildung hat, hat die besten Voraussetzungen gesund zu bleiben. Ausschlaggebend sind auch eine positive Selbstbeurteilung, sowie die Arbeit an der eigenen Identität. Nur wer mit sich selbst im Reinen ist, kann dauerhaft gesund bleiben.

Zusammenfassend ist Gesundheit ein Prozess und kein Zustand. Es gibt immer Phasen im Leben, in denen Krankheit oder Gesundheit überwiegt. Doch eine ausgewogene Lebensweise, die Widerstandsressourcen fördert und im Sinne der Salutogenese attraktive Gesundheitsziele setzt, ist die beste Voraussetzung, um langfristig gesund zu bleiben.