Tue einem Menschen etwas Gutes

Blogbeitrag Apfelbaum

Ich sehe den Apfelbaum vor mir in seiner Blüte. Grüne Blätter und übersäht mit Blüten.

Die Frühlingssonne wärmt ihn, und er saugt Licht und Wärme und Leben in sich hinein,

blüht auf, immer mehr und immer mehr. Insekten summen, sammeln Honig und Leben.

Ich bin wie dieser Baum, unglaublich schön und voller Leben, einmalig, ein Kunstwerk Gottes.

Langsam wird es Sommer. Die Früchte reifen heran. Langsam. Alles hat seine Zeit.

Wer könnte es überstürzen. So kann auch mein Leben sein. Langsam wird es reifen,

zur vollen Größe und Großartigkeit aufwachsen. Ich habe Zeit, alle Zeit der Welt.

So, als ob die Zeit nur für mich geschaffen wäre. Gute Dinge brauchen ihre Zeit

zum Reifen. Herbst wird es. Ich sehe den Apfelbaum mit seinen roten Früchten.

Leben geben sie denen, die sie essen. Schön sind sie, Früchte der Vollendung.

Auch die Früchte meines Lebens brauchen ihre Zeit. Vielleicht sind sie schon da,

schlummern in meiner Tiefe, warten darauf, geweckt zu werden.

Oder sie reifen langsam heran, werden ans Licht kommen zur rechten Zeit.

Früchte, die ich anderen schenken kann, Gaben, die anderen Leben geben.

Ich habe mein Leben angenommen und kann es weitergeben,

ich habe genug von allem, und je mehr ich gebe, desto reicher werde ich.

Ich sehe den Apfelbaum der sich auf den Winter vorbereitet:

Blätter fallen herab, Stürme können ihm nicht mehr schaden.

Langsam begibt er sich zur Winterruhe, zum tiefen Schlaf um neue Kraft zu schöpfen,

um im Frühling aufzuerstehen zu noch größerer Pracht.

Ich kann loslassen und zur Ruhe finden. Aus meiner Ruhe kommt neues Leben,

das alte lasse ich hinter mir. Verwandelt werde ich aufstehen.

Und während ich die Stille in mir entdecke, strömt immer neue Kraft in mich hinein,

Kraft zum Leben, Kraft um neu zu werden und eine unbändige Stille und tiefe Freude

und Liebe und Glück füllen mich aus.