Neurodermitis

Blogbeitrag Seelenspiegel

Das Wort Neurodermitis stammt aus dem griechisches und bedeutet:

Neuro – Nerven und Derma – Haut.

Folgende Faktoren können eine Neurodermitis-Schub begünstigen

  • Stress,
  • Luftverschmutzung,
  • Kleidung aus Wolle oder synthetischer Faser,
  • Schwitzen, Hitze oder trockene Luft,
  • Haustiere,
  • Milben/Hausstaub,
  • Reinigungs- und Waschmittel (vor allem Weichspüler!),
  • und einige mehr.

Hilfreich sind folgende Helfer:

  • Tennisball auf der Kleidung,
  • Kratz-Klötzchen (Holzstück mit Fensterleder beklebt),
  • Mullkompresse mit Schwarztee tränken (Gerbsäure beruhigt die Haut).

Nehmen Sie folgende Lebensbereiche und -gewohnheiten unter die Lupe…

  • Duschen Sie nicht zu heiß, dass kann der Haut noch mehr Feuchtigkeit entziehen.
  • Duschen ist besser als baden.
  • Waschen Sie sich mit milden Reinigungsmitteln, die für einen Neurodermitiker geeignet sind.
  • Tupfen Sie die Haut trocken.
  • Creme Sie Ihre Haut immer mit geeigneten Produkten ein. Die Haut sollte nie trocken sein.
  • Achten Sie auf kurze, saubere Fingernägel.
  • Prüfen Sie Ihre Bettwaren und -wäsche. Hier sind Allergigerbettware oft hilfreich.
  • Tragen Sie in der Nacht Baumwollhandschuhe (dünn), um sich vor unbewusstem Kratzen zu schützen.
  • Gönnen Sie sich ausreichend Schlaf, evtl. mit kleinen Powernaps.
  • Klopfen Sie bei Juckreiz.
  • Minimieren Sie Ihre Stressfaktoren, z. B. durch entsprechendes Zeitmanagement, jagen Sie Energievampire aus Ihrem Leben.
  • Praktizieren Sie Entspannungstechniken.
  • Nehmen Sie sich bewusst mehrfach am Tag kleine Auszeiten für sich selbst.
  • Meiden Sie tierische Produkte, wie Gepökeltes oder Geräuchertes.
  • Achten Sie auf die Herkunft Ihrer Lebensmittel und deren Zusammensetzungen. Meiden Sie Fertigprodukte und bevorzugen Sie BIO.
  • Meiden Sie Zitrusfrüchte! Manchmal reicht es auch, sie zu reduzieren.
  • Empfehlenswert ist eine vegetarisch orientierte Kost.
  • Führen Sie bitte ein Tagebuch. Schreiben Sie kurz auf, wie es Ihnen geht, was Sie gegessen haben, was für Produkte Sie benutzt haben. So gewinnen Sie im laufe der Zeit einen Überblick über die auslösenden Faktoren.
  • Versuchen Sie Ihre Gedanken und Haltungen positiv zu beeinflussen. Das Glas ist meist halb voll!

Kuren?!

Schon mal überlegt? Hier ist Urlaub im Reizklima toll, z. B. Nordsee, Türkei bei Kangalfischen, Totes Meer. Wenn Sie keine 14 Tage Urlaub haben ist auch ein Kurzurlaub z. B. im Gradierwerk eine Wohltat.

Ergänzende Produkte

Nachtkerzenöl, als Kapseln oder als Öl zum Einreiben. Stillende Mütter können sich Nachtkerzenöl auf die Brustwarzen vor dem Stillen reiben (Gamma-Linolensäure). Weiter gibt es spezielle Pflegeserien von Dr. Hauska, Heliotrop, Bakanasan, Dado Sens, Arya Laya.

Auch unterstützend wirken oft Garra rufa (Knabberfische). Sie gibt es schon bei vielen Wellness- und Kosmetikanbietern und bringen die Haut, zumindest kurzfristig, zur Ruhe.

Letztendlich “tickt” jeder Neurodermitiker anders. Gerade bei dieser Problemstellung gibt es kein pauschales Allheilmittel. Hier hilft oft nur Versuch und Irrtum. Gerne begleite ich Sie in diesem Prozess. Meist verschnellert diese Begleitung den Findungsprozess. Ich freue mich auf Sie.