Die neue Schmackhaftigkeit うま味

Blogbeitrag Umami
Mein bisheriger Ansatz an ein Lebensmittel zu gehen war es, was will ich daraus machen und welche Gewürze brauche ich dazu. Der Umamiansatz, so habe ich das bisher verstanden, ist es zu überlegen, wie kombinieren ich verschiedenste Aromen von Lebensmittel miteinander, um die meiste Schmackhaftigkeit im Gericht zu erreichen – natürlich ohne künstliches Aroma, Glutamat oder ähnliches einzusetzten. In der Welt des Kochens dreht sich gerade viel um den Begriff Umami. Was ist jetzt auch das schon wieder? – so waren meine ersten Gedanken. Sowie: Muss ich da mitmachen oder viel mehr will ich da mitmachen? Da ich seit September 2018 unter anderem in einer Inklusionsküche arbeite, bin ich auf der Suche nach kulimarischen Ideen. Also komme ich nicht darum herum mich mit diesem Thema zu beschäftigen. Als ich feststellte, dass mein Lieblingkoch Heiko Antoniewicz sich auch mit diesem Thema ebenfalls beschäftig, war für mich klar, das Thema muss ich näher ergründen.
Mir war auch gar nicht bewusst, dass Glutamat ein natürlicher Bestandteil vieler unverarbeiteter Lebensmittel ist. Wenn man diese nun geschickt kombiniert – et voilá – der perfekte Geschmack! Und ich sag Euch, da ist Einiges möglich. Allein die Tomate enthält in ihrer getrockneten Form 0,648 % Glutamat und Parmesan erst …
Das Erste, dass ich kreiert habe ist ein eigenes Umami-Würzpulver und das Rezept verate ich Euch hier:
Ihr braucht einen guten Mixer, Cutter oder ähnliches. Gebt alles in den Behälter und mixt es trocken durch. Wenn Ihr mögt, könnt Ihr auch ein hochwertiges Olivenöl oder Rapsöl zugeben. Ich persönlich habe es lieber ohne Öl, dadurch bin ich noch flexibler im Einsatz.
50 g getrocknete Tomaten
50 g getrocknete Shitake
20 g Hefeflocken (z. B. Rapunzel)
Ab in ein verschließbares Glas. Ich beware es im Kühlschrank auf. Mein Pulver hat die 2 Wochengrenze noch nicht überstanden, wir essen es auf alles, deshalb kann ich nicht viel mehr zur Halbarkeit sagen. Viel Spaß beim Testen!